BP:
 

Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010)

Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010)

Die Klassifikation der Berufe 2010 fasst Berufe anhand zweier Dimensionen zusammen. Zum einen anhand der Berufsfachlichkeit (Bündel von Fachkompetenzen, auf beruflichen Inhalt bezogen) und zum anderen anhand des Anforderungsniveaus (vgl. Paulus et al. 2010: 7). Gegliedert ist die KldB 2010 in fünf Ebenen: Die erste Ebene beinhaltet 10 Berufsbereiche, die zweite Ebene 37 Berufshauptgruppen, die dritte Ebene 144 Berufsgruppen, die vierte Ebene 700 Berufsuntergruppen und die fünfte Ebene 1.286 Berufsgattungen (vgl. Paulus et al. 2010: 35).

Herkunft/Urheber: Bundesagentur für Arbeit (BA), Statistisches Bundesamt (StaBu), Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Beschreibung: Die Klassifikation der Berufe 2010 fasst Berufe anhand zweier Dimensionen zusammen. Zum einen anhand der Berufsfachlichkeit (Bündel von Fachkompetenzen, auf beruflichen Inhalt bezogen) und zum anderen anhand des Anforderungsniveaus (vgl. Paulus et al. 2010: 7). Gegliedert ist die KldB 2010 in fünf Ebenen: Die erste Ebene beinhaltet 10 Berufsbereiche, die zweite Ebene 37 Berufshauptgruppen, die dritte Ebene 144 Berufsgruppen, die vierte Ebene 700 Berufsuntergruppen und die fünfte Ebene 1.286 Berufsgattungen (vgl. Paulus et al. 2010: 35).
Methode/Struktur: Die KldB 2010 ist durch theoriegeleitete, empirische und praxisnahe Analyse zur Ähnlichkeit von Berufen entstanden (vgl. Paulus et al. 2010: 5). Die Klassifikation besteht aus fünf Ebenen, bei den ersten vier handelt es sich um eine berufsfachliche Gliederung von Berufen. Sie wurden anhand ­ihrer Ähnlichkeit, also der ­sie auszeichnenden Tätigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten gruppiert. Auf der fünften Ebene werden folgende Anforderungsniveaus differenziert:
1 ⇒ einfache, wenig komplexe Routinetätigkeiten;
2 ⇒ komplexe, stärker fachlich ausgerichtete Tätigkeiten, die eine mindestens zwei- oder dreijährige Berufsausbildung erfordern;
3 ⇒ deutlich komplexere, mit Spezialkenntnissen verbundene Tätigkeiten, die mindestens eine Meister- oder Technikerausbildung erfordern;
4 ⇒ hoch komplexe Tätigkeiten, bei denen mindestens ein Hochschulabschluss benötigt wird (vgl. Paulus et al. 2010: 7ff.)
Etwa 90 Prozent der 5-Steller lassen sich eindeutige einem 4-Steller der ISCO-08 zuweisen (vgl. Paulus et al. 2010: 31).
Entwicklung/Umsetzung für Deutschland: Bei der KldB 2010 handelt es sich um die Weiterentwicklung der bisherigen Klassifikationen der Berufe, sie soll die Versionen von 1988 und 1992 zum einen vereinheitlichen und zum anderen aktualisieren (vgl. Paulus et al. 2010: 4). Im Mikrozensus soll die KldB 2010 ab dem Jahr 2012 erhoben werden (vgl. https://www.destatis.de/
DE/Methoden/DemografischeRegionaleStandards/DemografischeStandardsInfo.html; Stand: 24.04.2013).
"Die Statistik der BA beginnt im April 2011 mit der Umstellung ihrer Berichterstattung nach Berufen auf die neu entwickelte Berufsklassifikation (KldB 2010). Die berufsbezogenen Auswertungen und Veröffentlichungen der Arbeitsmarktstatistik werden stufenweise im Jahr 2011 umgestellt. In die Beschäftigungsstatistik wird die neue KldB 2010 dagegen erst im Jahr 2012 eingeführt." (Wiemer et al. 2011: 21).

Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010)

Systematisches Verzeichnis der KldB 2010:
Codes_KldB_2010.xlsx
mehr

Label:
label_kldb2010_stata.txt
label_kldb2010_spss.txt

English variable labels:
label_kldb2010_eng_spss.txt
label_kldb2010_eng_stata.txt

Grundlagenliteratur:
Paulus, Wiebke, Hillenbrand, Silke, Schweitzer, Ruth (2010): Klassifikation der Berufe 2010 – Entwicklung und Ergebnis. Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg.

Wiemer, Silke, Reimer, Kim, Lewerenz, Julia (2011): Einführung der Klassifikation der Berufe 2010 in die Arbeitsmarktstatistik. Bundesagentur für Arbeit Statistik, Nürnberg.

weiterführende Literatur:
Bundesagentur für Arbeit (2010): Klassifikation der Berufe 2010 – Band 1: Systematischer und alphabetischer Teil mit Erläuterungen. Bundesagentur für Arbeit: Nürnberg.

Bundesagentur für Arbeit (2010): Klassifikation der Berufe 2010 – Band 2: Definitorischer und beschreibender Teil. Bundesagentur für Arbeit: Nürnberg.